Estrichrechner
Finden Sie heraus, wie viel Estrich Sie wirklich brauchen. Estrichbedarf, Säcke, Gewicht und Rohrdeckung bei Fußbodenheizung sind bereits berücksichtigt.
Was gießen Sie?
Bodenmaße
Estrichdicke
Zementestrich liegt typisch bei 65 bis 75 mm. Fließestrich bei 40 bis 50 mm. Dünne gebundene Ausgleichsmasse bei 3 bis 15 mm.
Sackgröße
Verschnitt, Sackpreis, Rohrdurchmesser
5% verschnitt
Zu kaufende Säcke
123Säcke · 25 kg
- Bedeckte Fläche
- 20.00 m²
- Volumen (mit Verschnitt)
- 1.470 m³
- Gesamtmasse (angemischt)
- 2940 kg
- m2 pro Sack
- 0.17 m²
- Trocknungszeit
- 90 Tage
So funktioniert die Estrichberechnung
Rechnen Sie zuerst die Fläche aus: Länge x Breite ergibt die zu deckenden Quadratmeter. Bei L-förmigen Räumen teilen Sie die Fläche in Rechtecke, messen jedes einzeln und addieren die Flächen. Steht die tragende Bodenplatte darunter noch aus, ermittelt ein Betonrechner aus derselben Fläche das Plattenvolumen.
Danach multiplizieren Sie die Fläche mit der fertigen Estrichdicke in Metern (70 mm entsprechen 0,07 m). Das Ergebnis ist das Volumen in Kubikmetern. Addieren Sie einen Verschnittzuschlag für kleine Überstände und leichte Unebenheiten; 5 % sind bei einem ebenen, eingefassten Feld üblich.
Die Umrechnung in Säcke hängt von der Ergiebigkeit ab. Ein 25-kg-Sack Zementestrich-Trockenmörtel ergibt gemischt rund 0,012 m3, ein 40-kg-Sack rund 0,019 m3. Ein 25-kg-Sack Ausgleichsmasse deckt etwa 6 m2 bei 3 mm. Die Gesamtmasse wird über die Rohdichte ermittelt: 2000 kg/m3 für Zementestrich, 2100 kg/m3 für Anhydrit.
So messen Sie Ihren Boden aus
Messen Sie Länge und Breite mit einem Bandmaß in Metern. Messen Sie an mehreren Stellen, weil Wände selten parallel laufen, und rechnen Sie mit dem größeren Wert.
Bei L-förmigen Räumen oder Nischen teilen Sie den Boden in Rechtecke und addieren die Flächen. Liegen die Heizrohre bereits auf der Dämmung, messen Sie die fertige Estrichdicke ab der Rohroberkante, nicht ab der Dämmung.
Prüfen Sie vor der Bestellung mit einer Richtlatte, ob der Untergrund Ebenheitsmängel hat. Bei 20 mm Abweichung über den Raum brauchen Sie mehr Material als die einfache Multiplikation zeigt. Markieren Sie Tiefstellen und addieren Sie sie in den Verschnittzuschlag.
Notieren Sie zusätzlich die geplante Aufbauhöhe an Tür- und Schwellenanschlüssen, damit der Estrich später nicht über den Fertigfußboden hinausragt. Bei Fußbodenheizung gilt eine Mindestüberdeckung über den Rohren, die je nach Estrichart zwischen 30 und 45 Millimetern liegt; diese Vorgabe entscheidet über die endgültige Dicke und damit über die bestellte Menge. Skizzieren Sie den Grundriss mit allen Maßen auf einem Zettel, bevor Sie zum Baumarkt fahren, und legen Sie die Türanschlagshöhen daneben. Wer in Altbauten arbeitet, sollte zusätzlich die Tragfähigkeit der Holzbalkendecke bedenken, weil ein nasser Estrich pro Quadratmeter rund 40 bis 50 Kilogramm an Eigengewicht aufträgt.
Häufige Fehler beim Estrich vermeiden
Der häufigste Fehler ist zu wenig Material. Ein Estrich muss in einem Zug eingebracht werden. Läuft er bei 90 % der Fläche aus, entsteht eine kalte Fuge, die den fertigen Boden schwächt. Ein Zuschlag von 5 bis 10 % kostet wenig und verhindert viel Ärger.
Die Mindestüberdeckung bei Fußbodenheizung wird oft unterschätzt. DIN 18560 schreibt mindestens 45 mm Zementestrich oder 35 mm Fließestrich über der Rohroberkante vor. Bei einem 16-mm-Rohr sind das 61 mm bzw. 51 mm Gesamtdicke, nicht die Nenndicke aus dem Prospekt.
Zu dünner Estrich reißt. Zementestrich braucht mindestens 50 mm ungebunden oder 65 mm schwimmend. Fließestrich mindestens 30 bis 35 mm. Nicht darunter, um einen Sack zu sparen.
Und die Trocknung dauert länger als gedacht. Ein 70-mm-Zementestrich braucht rund 90 Tage unter normalen Innenbedingungen. Planen Sie Fliesen- oder Parkettverlegung danach, nicht ab dem Tag, an dem der Estrich begehbar wird. Den Materialbedarf für die Folgegewerke ermitteln Sie mit dem Fliesenrechner oder dem Bodenbelagrechner anhand derselben Fläche.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Estrich brauche ich pro Quadratmeter?
Bei 50 mm Zementestrich brauchen Sie 0,05 m3 pro Quadratmeter, also rund 100 kg. Das sind rechnerisch 4,2 Säcke à 25 kg oder 2,6 Säcke à 40 kg pro m2, an der Kasse auf den nächsten vollen Sack aufgerundet. Anhydritestrich ist mit rund 105 kg pro m2 bei gleicher Dicke minimal schwerer.
Wie viele Säcke Estrich brauche ich für 20 m2?
Bei 20 m2 und 70 mm Zementestrich brauchen Sie rund 1,4 m3, mit 5 % Zuschlag 1,47 m3. Ein 25-kg-Sack ergibt 0,012 m3 gemischt, also 123 Säcke. Bei 40 kg pro Sack sind es 77 Säcke. Immer auf den nächsten vollen Sack aufrunden.
Wie dick muss Estrich mindestens sein?
Zementestrich braucht mindestens 25 mm gebunden, 50 mm ungebunden oder 65 mm schwimmend. Fließestrich braucht 25 mm gebunden, 30 mm ungebunden oder 35 mm schwimmend. Eine gebundene Ausgleichsmasse geht bis 3 mm herunter, ersetzt aber keinen tragenden Estrich.
Wie lange braucht Estrich zum Trocknen?
Zementestrich trocknet mit rund 1 mm pro Tag bis 50 mm und danach langsamer, etwa 2 Tage pro zusätzlichem Millimeter. Ein 75-mm-Estrich braucht rund 100 Tage. Fließestrich ist bis 40 mm etwas schneller. Temperatur, Luftfeuchte und Lüftung schieben den Zeitplan. Verlässlich ist eine CM-Messung vor dem Einbau des Oberbodens.
Welchen Estrich für Fußbodenheizung?
Sowohl Zementestrich als auch Fließestrich funktionieren auf FBH. Anhydrit ist in Deutschland und den Niederlanden beliebt, weil er gleichmäßig fließt und mit weniger Rohrdeckung auskommt (35 mm gegenüber 45 mm bei Zement). Die Mindestüberdeckung über dem Rohr immer einhalten und den Estrich vollständig austrocknen lassen, bevor Sie die Heizkurve starten.